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Warum brauchen wir Schlaf?

Ausnahmsweise fand der Vortrag bereits am Donnerstag, 4. Juli, statt, da es aus technischen und organisatorischen Gründen nicht anders möglich war. Normalerweise findet unsere Vortragsreihe immer freitags statt. 🙂

Präsentation mit Beamer, Bildern und Texten

Unsere hörende und DGS-kompetente Referentin Elli eröffnete den Abend mit der Frage: „Warum brauchen wir Schlaf?“

Elli ist beruflich als Krankenschwester in der Klinik VAMED tätig und konnte uns dadurch viele interessante und praktische Informationen aus ihrem Fachwissen vermitteln. Sie erklärte anschaulich das Thema „Wie? Was? Wofür?“ und gab uns viele hilfreiche Tipps rund um einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Auch wenn das Thema für viele von uns nicht ganz neu war, „hörte“ das Publikum dennoch mit großem Interesse und voller Spannung „zu“.

Einführung: Warum brauchen wir Schlaf?

Zu Beginn erklärte Elli, welche wichtige Funktion der Schlaf für unseren Körper hat.

Unter anderem ging es um:

  • die Funktion der Melatoninausschüttung im Gehirn, die unter anderem durch Tageslicht beeinflusst wird,
  • Melatonin als wichtiges Hormon für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus,
  • Schlaf als wichtige Regeneration für den Körper und die Zellen,
  • und viele weitere interessante Zusammenhänge rund um unseren Schlaf.

Hauptteil: Was sind Schlafstörungen?

Danach ging es ausführlicher um das Thema Schlafstörungen.

Anhand eines Diagramms wurde beispielsweise die REM-Schlafphase erklärt. REM bedeutet „Rapid Eye Movement“, also die Phase des Schlafs, in der sich die Augen schnell bewegen.

Weitere Themen waren unter anderem:

  • ruhige und regelmäßige Atmung während des Schlafs,
  • Entspannung der Muskeln, manchmal verbunden mit kurzen Zuckungen an Armen oder Beinen – was nicht unbedingt schlimm sein muss,
  • die Frage, ob man beim Schlafen besser bei offenem oder geschlossenem Fenster schläft: Entscheidend ist vor allem, dass man sich wohlfühlt,
  • warum Frauen häufig schlechter schlafen als Männer. Dabei wurde unter anderem erklärt, dass Mütter mit Babys oder kleinen Kindern tagsüber und nachts besonders gefordert sind,
  • die Frage, ob Mondlicht den Schlaf stören kann. Hierzu gibt es jedoch keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis.

Natürlich wurden noch viele weitere interessante Punkte angesprochen.

Zum Schluss: Tipps für einen gesunden Schlaf

Zum Abschluss gab Elli zahlreiche praktische Tipps für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Dazu gehörten unter anderem:

  • Bewegung und Sport können einen gesunden Schlaf fördern.
  • Bei Schlafproblemen kann ein Spaziergang am Abend hilfreich sein, wenn es die Situation zulässt.
  • Man muss nicht unbedingt schon ins Bett gehen, wenn man noch gar nicht müde ist.
  • Bei unruhigen oder zappeligen Beinen wurde auch das Thema Magnesium angesprochen, das beispielsweise als Tablette oder Brause in der Drogerie erhältlich ist.
  • Eine Lichtdusche mit einer speziellen Lampe kann den Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen. Die Lampe sollte dabei etwas oberhalb positioniert werden, ähnlich wie die natürliche Lichtquelle Sonne, und nicht einfach auf dem Tisch stehen.
  • Auch Melatonin-Präparate wurden thematisiert und erklärt.

Natürlich gab es noch viele weitere Tipps und Informationen.

Reger Austausch in DGS

Zwischendurch und auch am Ende des Vortrags gab es einen regen Austausch in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Die Zuschauerinnen und Zuschauer stellten viele Fragen, auf die Elli ausführlich einging.

Manche Fragen waren witzig, andere wiederum sehr ernst und persönlich. Elli beantwortete alles geduldig und verständlich. Bei vielen Antworten konnte man im Publikum ein deutliches „Aha!“ sehen – die Informationen kamen also sehr gut an.

Es war ein toller, informativer und harmonischer Vortragsabend mit vielen interessanten Erkenntnissen und praktischen Tipps für unseren Alltag.

Vielen Dank, Elli, dass du uns so viele tolle und hilfreiche Tipps rund um das Thema Schlaf gegeben hast!

Hintergrund unserer Vortragsreihe

Seit vielen Jahren organisiert das Bildungsforum (BiFo) des Gehörlosenbundes „Breisgau-Perle“ Freiburg 1897 e.V. Vorträge im Gehörlosenzentrum.

Unser Ziel ist es, interessante und wichtige Themen für taube, schwerhörige, hörende und taubblinde Menschen zugänglich zu machen.

Dabei achten wir möglichst darauf, dass unsere Referentinnen und Referenten selbst taub sind oder über sehr gute Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (DGS) verfügen. So können die wesentlichen Informationen direkt und ohne sprachliche Umwege beim Publikum ankommen.

Wenn ein Referent oder eine Referentin nicht DGS-kompetent ist, ist selbstverständlich auch der Einsatz eines Gebärdensprachdolmetschers bzw. einer Gebärdensprachdolmetscherin möglich.

Denn eines ist für uns besonders wichtig: DGS-Anwendungen sind einfach cool, oder? 🙂

Aus Sicht der Deaf Studies ist die Deutsche Gebärdensprache aufgrund der fehlenden Hörfähigkeit kein Hilfsmittel, sondern die natürliche und eigenständige Kommunikationssprache der DGS-sprachigen Gemeinschaft. Früher wurde dafür häufig der Begriff Schicksals- und Gehörlosengemeinschaft verwendet.

 

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